Meine Malerei ist sehr selbständig. Es kommt immer etwas anderes heraus, als ich mir vorher vorgestellt habe. Ich wollte "so" malen, aber es ging nicht "so". Ich muss mich während einer Aktion Schritt für Schritt von Vorstellungen trennen, muss dann oft zugeben und werde davon überzeugt, dass diese Vorstellungen lächerlich waren. Am Schluss verlangt das Bild von mir, dass ich mich mit ihm identifiziere, dass ich signiere, dass ich es an die Wand hänge und also autorisiere. Wann ein Bild "fertig" ist, scheint das Bild zu entscheiden und nicht ich. Es ist eine sehr aufregende, mysteriöse Tätigkeit. (Trying a translation: My paintingisvery independent. Italways comesoutsomethingdifferentthan I hadpreviouslyimagined.Iwanted to paint"so",butitwasnot"so". During an action, I have to separate myselfstepby step from my ideas,oftenalso I have to admitthat these ideaswere ridiculous.At the endthe painting requires ofme thatI identify with it, thatI sign it, that I hang it on the walland thereby I have to authorize it.Whena paintingis "finished",the paintingseemsto decide, not me.Itisa very exciting, mysteriousactivity.) paintingsblog
21. Juni 2011
Action 71 (Textmalerei-Zyklus)
Acryl auf Leinwand (24 x 30 cm) Text: Bertold Brecht
6. September 2010 bis 21. Juni 2011
Airamannos Text Paintings "Hier offenbaren sich dem Betrachter Parallelen zwischen Spielarten der traditionellen arabischen und islamischen Kalligraphie und den mehr oder weniger "gleichzeitig" entstehenden aktionistischen Manifestationen des Action Painting und des gestisch-spontanistischen abstrakten Expressionismus im Werk des Künstlers. Die Würde, Schönheit und Poesie des inhaltlichen Kerns verfestigt sich in der individualistisch spontanen „Handschrift“ des Künstlers. Dieses intensive Erinnern und Verinnerlichen beim vielfachen „Auf- und Abschreiben“ von merkenswerten Sätzen und Textpassagen aus der Literatur – aber auch von Sätzen aus eigener Feder – erschöpft sich jedoch nicht bloß in buchstabierender Notierung von Information, sondern diese ineinander verwobenen Buchstaben- und Wortkörper lassen eine eigene, der rein inhaltlichen Information der Wörter und Sätze übergeordnete formale Ästhetik entstehen, die mehr als die bloße Aneinanderreihung von Buchstaben und Wörtern darstellt und die der diesen Textpassagen innewohnenden Poesie eine Entsprechung schenkt. Die vordergründige, materialistisch pragmatische Kategorie „Lesbarkeit“ ist nicht der höchste Wert und verliert in gleichem Maße an Notwendigkeit, wie eine Lust am meditierenden und sozusagen interesselosen, wohlgefälligen Schauen der Formen und Farben entsteht." (Bernard Gollas) textingsblog
24. August 2010
Action 61 (Textmalerei-Zyklus)
Acryl auf Leinwand (80x60 cm) Text: Samuel Beckett
März bis August 2010 Video
27. Juli 2010
Social Drawing 13 81 Bleistiftskizzen (Tableau ca. 93 x135 cm) Juni und Juli 2010 Video
19. Juni 2010
Action 63 (Textmalerei-Zyklus)
Acryl auf Aquarellpapier (32x24 cm) Text: Samuel Beckett